Slomka, Slomka, Slomka und Slomka!

Selten stand ein Trainer so im Mittelpunkt vor einem Spiel wie Mirko Slomka. Schließt sich der Kreis, späte Genugtuung oder ist das alles gar nicht so wichtig?

Slomka die erste: Hannover 96

Nach 13 Jahren hieß es 2002 endlich wieder Bundesliga für Hannover 96. Mit dabei auf der Trainerbank als Co-Trainer: Mirko Slomka. So hatte Slomka einen nicht unerheblichen Anteil am Aufstieg der Roten in die erste Liga. Unvergessen die Party mit vielen Zehntausend Fans auf dem Rathausplatz. Insbesondere der “gelungene” Auftritt der Braunschweiger Band Sweety Glitter. Was für ein geschickter Schachzug der verantwortlichen Organisatoren. Feiern zu organisieren, gehörte in der Spielzeit nicht zu den Stärken. Ein gewisser Jan Simak schon…

Slomka die Zweite: Schalke 04

Im März 2004 war für Slomka in Hannover das Kapitel erst einmal beendet. Wegen Erfolglosigkeit raus geschmissen – woran maß man das damals? -, zog er zusammen mit Ralf Rangnick weiter zum FC Schalke 04. Kurz vor der Winterpause 2005 musste Rangnick in Schalke seinen Hut nehmen. Das war die Chance für Mirko Slomka, der die Rolle des Chef-Coaches übernahm. Immerhin bis zum August 2008 trainierte Slomka die Knappen und erreichte einen sagenhaften Schnitt von 1,8 Punkten pro Spiel. Weit entfernt von dem, seit seiner Übernahme des Trainerpostens in Hannover: 0,64 Punkte pro Spiel. Da ist noch viel Luft nach oben. Viel Luft hatte Slomka auch nach seinem Abgang in Schalke genießen können. 1,5 Jahre – bis zum Januar 2010.

Slomka die Dritte: Hannover 96

Am 19. Januar war er wieder da. Diesmal als Chef-Coach.  “Mehr Hannover geht nicht”, dachte man sich. Das muss doch klappen. Vom Typ und Aussehen ähnlich wie Bergmann, hatten die Spieler scheinbar den Trainerwechsel gar nicht bemerkt und ließen die Gegner weiterhin schalten, walten und Tore schießen wie gewünscht. Nach einem kurzem Auf (Freiburg und Mainz) folgte ein Rückfall in die Beständigkeit (Stuttgart und Köln) bevor ein Null zu Null gegen schwache Hamburger als erneute Wende herhalten muss.

Slomka die Vierte: ???

Das werden wir erst am Samstag, 17:15 wissen. Bei einer Niederlage gegen S04 könnte sich der Kreis schließen. Der Aufsteiger 2002, Mirko Slomka, ist auch der Absteiger acht Jahre später.

Bei einem Sieg, könnte er vielleicht ein bisschen der viel zitierten “späten Genugtuung” verspüren. Schalke die Chancen auf eine noch mögliche Meisterschaft endgültig nehmen und er selbst nach Aufsteiger auch Klassenerhalter werden. Ich würde es ihm gönnen.

Aber noch mehr als ihm, mir und meinem Verein. Also alles gar nicht so wichtig. Ob Slomka, Schalke, Tralala: Drei Punkte müssen her. Auf geht es! Tut mir Leid ihr Ruhrpottindianer

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Erstellt am: 8. April 2010
Aktualisiert am 9. April 2010

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3 Kommentare

  1. Ich frage mich gerade, ob Ruhrpottindianer eine Beleidigung ist :P

    Es ist echt schwer, gegen das Schicksal des Herrn Slomka zu spielen. Schwer, den Hannoveranern eventuell einen Todesstoss zu geben. Und doch ist das eben nicht so wichtig. Wenn wir ind die Champions League oder gar Meister werden wollen, darf man nicht auf Verluste achten. Ich gönne euch alles, genau wie der Hertha, die es für uns auch noch zu schlagen gilt. Und eben auch Bochum. Aber vor allem will ich einen Sieg. Oder besser: Fünf!

  2. Äh…nein. Soll keine Beleidigung sein. Eher eine Reminisenz an vergangene Tage. Heute hört man diesen Schmähruf ja gar nicht mehr, was im allgemeinen auch gut ist. Die Intelligenz der Schähenden beschränkt sich ja eher darauf, Schalke durch ein anderes SCH-Wort zu ersetzen. Und wenn überhaupt, dann ist das doch eine niedliche Form der Beleidigung. Das Rurgebiet wird ja auch nichts gegen Indianer haben, oder? Insofern basiert die Interprätation auf der persönlichen Sichtweise ;-)

    P.S. Vier Siege reichen S04 auch. Trotzdem viel Spaß in Hannover!

  3. Die Intelligenz der Schähenden beschränkt sich ja eher darauf, Schalke durch ein anderes SCH-Wort zu ersetzen.

    Das ist in der Tat etwas, was mich immerwieder Fremdscham fühlen lässt, was mich an die gelegentlichen Verbalauseinanderseitungen zwischen meinem Sohn (5) und seinen Freunden aus der Koboltgruppe erinnert.

    Ich hoffe, das Slomka heute verliert. Ich hoffe, dass Slomka trotzdem seinen Job behält. Und dass er danach die nötigen Erfolge erzielt, um die Klasse zu erhalten. Dann wäre es für Euch immernoch eine Scheisssaison gewesen, aber man könnte sie endlich beenden.

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  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Martin Kreiensen erwähnt. Martin Kreiensen sagte: DIE ROTEN – Slomka, Slomka, Slomka und Slomka! http://www.dieroten.de/blog/?p=466 #h96 [...]

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