Das neue Deutschland: ein multiethnischer Panzer!

Der Ball rollte bei der Nationalmannschaft, wie zuletzt 2006 bei der Weltmeisterschaft in Deutschland. Und wenn Deutschland gewinnt, dann sind die Blitzkrieg-Maschinen-Panzer-Tugenden wieder da.

Multiethnischer Vuvuzela-Panzer - Unsere Internatinalmannschaft!

Aber neuerdings sind es multiethnische Panzer, wie die La Stampa, Italien, uns nun bezeichnet. Damit mag sich Deutschland auf dem richtigen, oder wie die zukünftige Ex-Kanzlerin immer sagt, auf einem guten Weg befinden. Übrigens ganz im Gegensatz zu ihr, da hätte sie wohl doch auch mal den richtigen Weg und nicht immer den guten Weg nehmen sollen, aber das ist ein anderes Thema…

Allerdings ist es auch relativ schwierig, die oft bemühten militärisch, preußischen Floskeln aus dem Fußball-Sprachgebrauch zu vertreiben. War es nicht wirklich ein Geschoss von Podolski? Besaß Klose nicht die Lufthoheit im australischen Strafraum? Schlug der Ball nicht viermal im australischen Tor ein? War die Deutsche Mannschaft nicht 90 Minuten überlegen auf dem Feld? Und hat der deutsche Angriff den Gegner nicht ein ums andere Mal blitzschnell überrollt?

Das Neue ist aber nun, dass dieses ab sofort multiethnisch geschieht! Und für die, die es noch nicht verstanden haben, so Rechtswähler zum Beispiel, wird dieses in einer allen verständlichen Sprache präsentiert: Fußball. Quasi der kleinste gemeinsame Nenner.

Was zu großen Teilen bereits in der Gesellschaft funktioniert, präsentiert Jogi Löw nun auch auf dem Fußball-Platz. Die inzwischen multikulturelle, multiethnische Gesellschaft ist ein Gewinn und keine Last, kein Verderben. Die viel beschworenen deutschen Tugenden gepaart mit den Eigenschaften Brasiliens, der Türkei, Schwabens, Polens, Tunesiens, Ghanas und so weiter scheint einen neuen, frischen und für die Gegner unberechenbaren Mix zu ergeben: Die Deutsche Fußball-Internationalmannschaft!

Vielleicht noch mit einem Achtung, im Sinne von Vorsicht, zu versehen, denn es war nur ein einziges Spiel gegen einen wahrscheinlich mittelmäßigen Gegner. Aber es war schön anzusehen und macht Lust auf die nächsten mehr als zwei Spiele.

Ich gucke Freitag wieder hin. Noch knapp drei Tage.

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Erstellt am: 14. Juni 2010
Aktualisiert am 16. Juni 2010

Ein Kommentar

  1. Es ist bekanntlich ein großer Vorteil wenn die Eltern nicht Bruder und Schwester sind…

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