Hannoverisierung? Nationalmannschaftisierung!

In vielen Mündern, auch in diesem, war ja die Rede von der Hannoverisierung der Republik. Für manche bereits jetzt das Unwort des Jahres, aber Konservative haben ja immer Angst vor dem Neuen. Oder verstehen es einfach nicht. Nun haben wir den hannoverisierten Osnabrücker Wulff nach Berlin geschickt, damit er da weiter hannoverisiert. Ein Schelm übrigens wer jetzt Übles denkt. Merkel hat ihn bestimmt, und die Bundesversammlung hat ihn gewählt. Das wir ihn los sind hier in Niedersachsen, ist quasi nur ein Abfallprodukt seiner, Wulffs, Laufbahn.

Eine steile Laufbahn haben ja auch einige unserer jungen, frischen Fußballer in Südafrika gemacht. Egal was morgen passiert, auch ein knapper Sieg wird daran nichts ändern. Kurzer Einschub. Ist und bleibt ja ein Fußball-Blog.

Da wir Hannovaraner, immer wieder bestrebt sind, unsere Hannoverisierung zu modernisieren, lernen wir auch von der Nationalmannschaft. Das sollen ja die Politiker, nicht zuletzt Frau Merkel auch. Was da klappt, muss auch bei einer überflüssigen Landesregierung aus einem Fluss möglich sein: Mehr Politiker mit Migrationshintergrund!

Wulff selbst – Wulff ist übrigens dieser moderne, tolerante Mann mit dem feschen Haarschnitt, der jungen tätowierten Frau an seiner Seite, der immer diese lustigen Witze erzählt und Spaß daran gefunden hat, auf der Landebahn stehend junge Musikerinnen zu empfangen – hat diese Modernisierung bereits eingeleitet. Die erste Landesministerin mit Migrationshintergrund? Richtig, Niedersachsen! Der erste Ministerpräsident mit Migrationshintergrund? Richtig, auch Niedersachsen! David Mc Allister.

Man erkennt es nicht auf den ersten Blick, aber wenn er Hose gegen Rock tauscht ist seine halbe Herkunft ganz gut zu erkennen. Nach Spaßpedal Wulff, kommt jetzt der personifizierte Witz, ein Schotte. Aber halt nur halb, wie die meisten der Schottenwitze auch nur halbwitzig sind.

Apropos Halb. Wer wird wohl der Gegner der deutschen Internationalmannschaft im Halbfinale sein? Ich tippe auf Spanien.

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Erstellt am: 2. Juli 2010
Aktualisiert am 2. Juli 2010

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