Kommen wir jetzt zu etwas ganz anderem: Hannover 96
Es fällt ja nicht leicht, gestoßen aus dem Fußball-Himmel vom nassen Dackel Puyol, wieder im grauen Alltag des unteren Drittels der Fußball-Bundesliga seinen Platz einzunehmen. Da kommt doch noch das Spiel um Platz 3! Das begeistert vielleicht in Uruguay oder so. Wer ist eigentlich nochmal der Gegner? Und das Finale? Wann? Wer? Gegen wen ist Deutschland eigentlich ausgeschieden? Und wer spielt da noch?

Egal! Die ersten Bundesliga-Vorboten sind da. Neben neuen Spielern, dem Trainingsauftakt und der Tingelei über die Dörfer mit allenthalben Spielen des Jahres, auch der unvermeidliche neue Spielplan. In diesem Moment ist es immer an der Zeit, sich klassisch konditioniert (denke an Biologie-Unterricht Orientierungsstufe und den Pawlowschen Hund) zu verhalten, denn Das Auftaktprogramm hat’s schon in sich (Schmadtke, 46, Fußballmanager).
Es ist allerdings keine Neuerung, dass man im Laufe einer Saison gegen alle spielen muss (es sei erwähnt, dass Schmadtke, 46, Fußballmanager, das auch festgestellt hat). Zweimal sogar, einmal daheim, einmal auswärts. Soviel Nachhilfe muss sein, für die vielen neuen, jungen, weiblichen Fußball-Fans, die weinend nach dem Public-Viewing ihr neues zu Hause bei Hannover 96 finden werden und aus therapeutischer Sicht auch finden sollten. Hier könnt ihr das Leiden lernen. Da tut eine Niederlage der Fußball-Internationalmannschaft im Halbfinale auch gar nicht mehr so weh. Das lernt man schnell, als Fan von Hannover 96, auch mal gönnen zu können und nicht zuletzt auch einfach mal zu sagen: Die Anderen waren einfach besser. Das hat auch Schmadtke, 46, Fußballmanager, lernen müssen.
Und wenn man es bleibt, nämlich 96-Fan und Hannover 96 bleibt wie es ist, nämlich der charmanteste, bemitleidenswerteste Klub der ersten Liga, Schmadtke, 46, Fußballmanager bleibt was er ist, nämlich Fußballmanager, ja dann, dann werdet ihr es auch bleiben: Gönner. Das verlernt man bei 96 nicht mehr. Ist wie Radfahren, Schwimmen und Bierflaschen mit dem Feuerzeug öffnen.
Bochum? Da waren wir zum Abschluss der letzten Saison keine Gönner? Irgendwo hört es dann aber auch auf. Nämlich hier.
Eins noch: Apropos sich mal was gönnen: noch ein Rezept-Tipp: Pulpo Paul mit Knoblauch. Mahlzeit.
Erstellt am: 9. Juli 2010
Aktualisiert am 9. Juli 2010
Schlagwörter: Bochum, Krakenorakel, Link
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[...] sinnhaltige Aussagen von sich zu geben? Na, so kamen wir wenigstens schnell wieder zu etwas ganz anderem. Und am Ende waren wir nicht wohl weiser (wenn auch manche/r etwas heiser), aber doch wenigstens [...]

