Drei Manager, drei Derbys und Sehnsucht nach Braunschweig

Heimsieg gegen Wobsys

Hannover ist bekanntlich derzeit ziemlich empört. Fragezeichen? Noch nicht bemerkt? Mann-o-Mann, wir brauchen wieder eine Kultur der Empörung in Deutschland! (Schließlich habe ich mich auch gleich über Schulz‘ möglichen Abgang nach Wob empört, oder?)

Ich gebe zu, dass kann an einem vorbei gehen, wenn man nicht die HAZ oder die um Nebensätze verkürzte Ausgabe – NEUE PRESSE (immerhin in den Farben Schwarz-Weiß-Grün) – liest. Zur Information für überregionale 96-Fans und Leser: beide Zeitung erscheinen im selben Verlag, sind aber natürlich absolut unabhängig, außer den Beilagen und Artikeln, die in beiden Zeitungen erscheinen: Same, Same, but Diffenrent, sagt der Thailänder. Im Prinzip ist da ja eine Vorform des Bloggens, auch hier bei uns wird ja gerne gelinkt, zitiert und kopiert. (Ich habe mir zum Beispiel das Video, s.u., vom Reese gezockt. Danke!)

Die Redaktionen dieser unabhängigen Zeitungen haben schon Trainer gestürzt, den guten Geschmack gerettet und versuchen dieses jetzt auch mit dem Zoo-Chef. Und das seit Tagen auf Titelseiten, in Kommentarspalten und da das Thema allein nicht so viel hergibt, als letztes Mittel auch mit dem Abdruck von unzähligen Leserbriefen, geschrieben von eben diesen empörten Bürgern.

Ganz am Rande wird noch auf eine Seite der FDP hingewiesen, die sich heimtückisch „Bürger für Machens“ nennt , was ich ziemlich verallgemeinert finde, vertreten diese doch gerade einmal wieder etwas mehr als fünf Prozent der Wahlberechtigten. Also Bürger hier entlang zum Unterschreiben, virtuell natürlich.

Gemacht haben das unter vielen Anderen bereits die Speerspitzen des hannoverschen Bürgertums Dr. Philipp Rösler, Jörg Bode (Nds. Wirtschaftsminster) und Hans Heinrich Sander (Atommüllbeführworter). Und dieser Bürger, der gerne Bauer wäre, aber Lehrer wurde, wollen wir hier kurz zitieren:

Ich sehe keine Veranlassung, Herrn Machens in den Ruhestand zu schicken. Wie aktiv ein 65-Jähriger ist, sieht man an mir.

Das lassen wir wirken und ich stelle den Bürgern noch einmal die Frage: Soll man mit 65 Jahren noch in einer Führungsposition sein?

Diesen Aufruf stell ich einfach mal „Bürger für Machens“ zur Diskussion. Eintrag Nummer 515 von unten ist meiner. Mal sehen, ob zensiert wird.

Überleitung zum Fußball:
So unterscheiden sich die Manager: Machens muss gehen, Hoeneß soll bald gehen (was ich schon wieder alles weiß, wird dann wohl was mit Jahreswagen machen) und Schmadtke unser Schmadtke soll bleiben.

Und so unterscheiden sich die Derbys:

  • Schalke gegen Dortmund: die Mutter aller Derbys.
  • HSV gegen St. Pauli: das große und einmalige Stadtduell
  • Hannover 96 gegen Wolfsburg: mit Hannover nur eine Stadt dabei, brauch man zum Derby nicht zwei?

Ach wie kann man da nur Sehnsucht nach Eintracht Braunschweig kriegen…

P.S.: Alles andere hat Sergio Pinto schon gesagt. Frei nach Helmut Schmidt: Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Das Holz im Foto ist von twicepix

Erstellt am: 4. Februar 2011
Aktualisiert am 4. Februar 2011

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2 Kommentare

  1. Zocken? Gerne.

    Und zum Thema Wolfsburg und Helmut Schmidt:

    http://helmutschmidt.me/?v=S3d

    Auf drei Punkte.

    96 kölsche Grüße,
    Klaas

  2. Großartig, kannte ich gar nicht :-)

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