Hochzeit im Hause Hannover

Hannover 96 in Schlagworten nach Europa„Hochmut kommt vor dem Fall“, „man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“, „Abseits ist es, wenn der Schiedsrichter pfeift“, „Geh nicht mit vollem Magen ins Wasser“, „Immer schön rechts gehen“ „und so weiter und so fort“ heißt es wenn noch was kommt. Aber es kam nichts. Zumindest nicht so wie gedacht. Null Eins.

Der Artikel zum Heimsieg über Mönchengladbach war bereits geschrieben. Der Titel: Hochzeit im Hause Hannover. War nichts, hebe ich auf für’s nächste Jahr. Oder übernächstes? Egal. Eines ist so sicher wie die Tatsache, dass immer wieder die Sonne aufgeht, das Amen in der Kirche oder so klar wie Kloßbrühe: Gladbach steigt ja doch wieder auf. Bei Diäten heißt das Jojo-Effekt. (Bei Politiker-Diäten allerdings Linearität, da gibt es nur Aufstiege)

Für uns also nun U-U-EFA-Cup statt Champions-League. Mal sehen, „am Ende musste stark sein“ und „hinten kackt die Ente“. St. Pauli kann ja noch zum Champions-League-Nichtteilnehmer-Besieger werden. Von den Einnahmen für die verkauften T-Shirts kann man vielleicht Asamoah noch ein paar Monate bezahlen, doch will man das? Schließlich hat Asamoah mit seinem Tor gegen den HSV die anhaltende Erfolgslosigkeit eingeleitet. Zeit diese am Samstag zu beenden.

Parallel muss 96 den VfB Stuttgart schlagen. Das sollte kein Problem sein, denn wer kontert gewinnt (Slomka) und genau das haben die Roten vor: Kontern. Die Frage ist nur, wer diese Entscheidung getroffen hat: Trainer oder Pressesprecher? Egal, so einfach ist Fußball heutzutage, Hauptsache es hört sich gut an.

Für Stuttgart spräche jedoch die Labbadia-Tabelle. In dieser stünde der VFB einen Punkt vor den Roten auf dem fünftem Platz. In der Slomka-Tabelle jedoch, steht der VfB da wo er jetzt steht und wohl auch hingehört: in den Süden. Wo ja sonst die Sonne scheinen mag, nur nicht in der Bundesliga.

Ach wie schön was Statistiken doch so alles hergeben. Nur nicht die Realität: Doch nicht so viele arme Kinder und wenn jetzt Sonntag wäre und Wahl, ja dann sehe bald einiges anders aus in der politischen Landschaft. Zum Glück für die FDP ist das aber noch ein bisschen hin. Wie man aus einem Umfragetief heraus kommt, liebe FDP, da fragt doch einfach mal die Herren Kind, Schmadtke und Slomka. Die haben dafür nicht einmal ein Jahr gebraucht.

Jetzt geht es aber erst einmal um die wahre Meisterschaft, also Platz drei, laut Herrn Gomez. Mal sehen, falls es so kommt, – da hätte ich allerdings persönliche Einwände – was den Bayern dann überreicht wird an Stelle der Salat-Schlüssel? Vielleicht ein altes Schnittchenbrett mit Resten vom Obatzter und Hopfazupfa-Salat.

In Hannover brauchen wir da keinen virtuellen und erfundenen Titel. Wir würden einfach nur roquen. Dekliniere: Ich roque, Du roqst, Er/Sie/Es roqt oder kurz: Wir roquen die Liga. Und das schon seit einem Jahr.

P.S.: Am Ende gilt: Immer eins mehr als die Anderen. Das ist heute auch Slomkas Plan. Psssst.

Erstellt am: 7. Mai 2011
Aktualisiert am 7. Mai 2011

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