“Hochmut kommt vor dem Fall”, “man soll den Tag nicht vor dem Abend loben”, “Abseits ist es, wenn der Schiedsrichter pfeift”, “Geh nicht mit vollem Magen ins Wasser”, “Immer schön rechts gehen” “und so weiter und so fort” heißt es wenn noch was kommt. Aber es kam nichts. Zumindest nicht so wie gedacht. Null Eins.
Hochzeit im Hause Hannover
Schwarz-Weiß-Grün-Donnerstag

Es ist Ostern. Morgen wird Mirko Slomka vor dem Spiel seinen Spielern die Füße waschen. Ein Zeichen, um Ihnen zu zeigen: Ihr müsst füreinander da sein, auch mal den Mannschaftskameraden dienen. So wie eigentlich schon die gesamte Saison. Und dann…
David-de-la-Tourette-Syndrome
Manchmal bedarf es einfach nur eines sogenannten Triggers (auch Schlüsselreiz) und schon legt halb HSV-Deutschland los: Schimpfwörter in schneller Abfolge. Auch Tourette-Syndrome genannt. So ein Trigger kann zum Beispiel ein übersehendes Handspiel, zahlreiche vergebene Torchancen oder einfach auch nur ein Spieler mit der Rücknummer 14 sein.

In diesem Bild sind ganz viele Schimpfworte versteckt...
Ähnlichkeiten mit wem auch immer, sind natürlich rein zufällig. Aber man kann sich kaum dagegen wehren.
Noch was zum Thema Antizipation im Sport, also der Vorwegnahme eines künftigen Bewegungsablaufes. Bei kaum einem Spieler ist das so einfach zu bestimmen wie bei der Nummer 14: hat er den Ball, fällt er, hat er den Ball nicht, fällt der Gegenspieler, hat keiner den Ball, fällt er trotzdem, die restliche Zeit erklärt man dem Schiedsrichter die Regeln des Fußballspiels. So was gibt es eigentlich sonst nur bei den Alt-Alt-Herren, unterste Liga, Staffel B.
Liebe Hamburger, nicht böse sein, der spielt ja bald in Bremen…
11-96-53-17-5-3-10-1-Vier-Schanzentournee

11 Freunde – 96 alte Liebe – 53 Punkte – 17 Siege – 10 Punkte Vorsprung für Europa – noch 5 Spiele – 3. Platz- 1 Punkt vor München. Eigentlich nur Zahlen. Aber eben wegen genau dieser Zahlen ist so mancher diese Saison bereits auf dem Hosenboden gelandet.
2019 – Ihr werdet seh’n – Hannover 96 wird oben steh’n!

Was für Zeiten! Zeiten des Wechsels: die Regierung wechselt sich innerlich, wir sie demnächst auch, und zwar aus. Diese Saison noch Schwarz-Gelb, nächste Rot-Grün. Ein Energiewechsel steht an. In der Bundesliga wechseln Trainer von hier nach da und die Vormacht in der Bundesliga scheint auch nicht mehr immer dem Selben zu gehören. Es brechen neue Zeiten an. Der Wind weht, hoffentlich nicht aus Osten.
Am letzten Samstag hat Hannover 96 endgültig die Chancen auf den letzten möglichen Titel verspielt. Durch eine klare 1:4 Niederlage beim ewigen Rivalen Borussia Dortmund droht den Roten im nächsten Jahr die Teilnahme in der Europa-League, dem so genannten “Cup der Verlierer”. In diesem mussten die 96er zuletzt im in der Saison 2010/2011 spielen, den sie in dieser Saison auch erstmalig gewannen.
Dem viermaligen Champions-League-Sieger und zweimaligen Weltpokalgewinner drohen nun auch massive finanzielle Einschnitte. Ob Mesut Özil an der Leine gehalten werden kann ist noch nicht abzusehen. Thomas Tuchels zum Saisonende auslaufender Vertrag droht nicht verlängert zu werden. Es heißt, dass Erfolgstrainer Mirko Slomka vom FC Barcelona wieder zu den Niedersachsen zurückkehren wird.
“Marty, aufstehen, halb acht, Freitag, Arbeiten gehen…”. Puh. Ich habe gerade geträumt, ich ginge schon stramm auf die Fünfzig zu. Spieltag! Heute.
Bombig! Gesen Kakastan, Oliver!

Warum denn nicht nach Kasachstan?
Wenn schon der internationale Fußball droht, dann richtig international. Kasachstan, das wäre dann quasi schon der dritte Schritt vor dem zweiten. Das wäre Weltpokal. Auf nach Asien. Auf zu den Wachstumsmärkten. Noch dazu kann man da im Schongang 4:0 gewinnen.
Reizknie
Ich will Dir fressen! Katerstimmung.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei (Achtung! Einsetzender Schunkelautomatismus). Wer sich ein bisschen ziert und bitten lässt, der bläst erst am Donnerstag zum Zapfenstreich. Warum wird das eigentlich nicht im Fernsehen übertragen? (Rhetorisch!) So wie inzwischen alle Fußballspiele dieser Welt, – irgendwo ist immer Fußball – also auch die heutige Partie zwischen dem 1. FC Köln und den galaktischen Hannoveranern (Das wollte ich schon immer einmal schreiben!). Auswärtsspiel. Auswärtssieg! Ob der Kölner Coach schon zittert vor der heutigen Niederlage? Hochmut kommt vor dem Fall. Alles Gutti? Gilt auch für Bäcker!
Weiterfreuen, Nachfreuen, Fremdfreuen

Dieses Spiel werde ich wohl einreihen in die Serie meiner liebsten Spiele von Hannover 96. Also die Spiele, die ich so 18 Uhr 30 finde:
- 2:1 96 – Hertha BSC (1985)
- 4:3 Hannover 96 – M’Gladbach (1992)
- 0:1 Eintracht B. – 96 (1998)
Wer noch nicht genug hat und noch etwas von der Freude nach dem Spiel einfangen möchte, hier ein paar Videos zum weiter- oder nachfreuen. Vorausgesetzt kein Bayern-Fan zu sein, auch gerne zum Fremdfreuen.
Ein paar Videos:
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Onomatopoesie!

Onomatopoesie kann man es nennen, wenn ein Deutscher versucht Holländisch nachzusprechen ohne es wirklich zu können. Umgekehrt geht das auch, zum Beispiel wenn Luis van Gaal Interviews gibt. Leider werden wir ab Samstag darauf verzichten müssen.


